WETTBEWERB   


Wettbewerb Januar - Juli 1953
Januar 1953 6. Februar 1953 14.-16. März April 1953 12. Juni 1953

Erste Wettbewerbsstufe: Sechs auswärtige und vier Mannheimer Architekten waren im Juli 1952 zur Teilnahme aufgefordert worden. Am 15. Januar 1953 liegen alle Projekte vor. Ausstellung der Wettbewerbs-Arbeiten in der Kunsthalle Mannheim; Mies beeindruckt mit großem Detailmodell. Theaterbau-Ausschuß des Stadtrats befaßt sich mit eingereichten Entwürfen; Fachgutachter Hans Schwippert, Aachen, und Horst Linde, Freiburg, favorisieren das Projekt von Ludwig Mies van der Rohe. Oberbürgermeister der Stadt Mannheim favorisiert das Projekt von Schwarz. Zweite Wettbewerbsstufe: Auswahl von Rudolf Schwarz, Otto Ernst Schweizer und Gerhard Weber (Frankfurt), der gar nicht an der ersten Stufe teilgenommen hatte, für eine zweite Wettbewerbsstufe.
Später wird auch Mies van der Rohe anläßlich seiner Deutschlandreise hinzugeladen. Er und Rudolf Schwarz lehnen eine weitere Teilnahme ab.
Neben lokalen Büros waren im Juli 1952 sechs auswärtige Architekten aufgefordert worden, sich mit Vorentwürfen an einem Wettbewerb für den Neubau eines Nationaltheaters zu beteiligen, das Oper und Theater in zwei Bühnen verbinden sollte. Es waren zum Wettbewerb nur solche Architekten eingeladen worden, die während der Jahre des Nazismus in Ablehnung oder Rückzug an ihren Auffassungen zur Moderne festgehalten hatten. In den Arbeiten zeigen sich unterschiedliche Konzepte, die für die Moderne in der Nachkriegszeit bedeutsam werden. Folgende Architekten hatten Entwürfe eingereicht:
  • Perrottet von Laban, Basel
  • Hans Scharoun, Berlin
  • Ludwig Mies van der Rohe, Chicago
  • Otto Ernst Schweizer, Karlsruhe
  • Richard Döcker, Stuttgart
  • Rudolf Schwarz, Frankfurt/Köln
  • Apart from local firms, six architects from other cities were invited in July, 1952 to submit preliminary designs for a competition for a new building for the National Theater, which would combine opera and theater on two stages. Only those modern architects were invited to take part who had remained true to their convictions during the Nazi years, either by going into opposition or receding from public view. In the designs various ideas which would become significant for postwar architecture are expressed. The following architects submitted designs:
  • Perrottet von Laban, Basel
  • Hans Scharoun, Berlin
  • Ludwig Mies van der Rohe, Chicago
  • Otto Ernst Schweizer, Karlsruhe
  • Richard Döcker, Stuttgart
  • Rudolf Schwarz, Frankfurt/Cologne
  • © Photos: Ghezala (1;3;4), Stahl (2), Lipp (5;6), Schreiner (7), Geier (8;21), Bogedan (9;10;11;12;13;14), Kratz (15;16;17;19;20), Mausbach (18).
     

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